Hallo, liebe Berlin-Fans! Ich bin Sascha Erlach, und dieser Blog ist mein Liebesbrief an die Stadt, die ich mein Zuhause nenne. In Berlin geboren und aufgewachsen, habe ich nie aufgehört, sie wie ein Besucher anzusehen – neugierig, zu Fuß und grundsätzlich ohne Eile.
Über mich
Ich habe früh gemerkt, dass jede Straße, jedes Gebäude und jede Ecke dieser Stadt eine Geschichte zu erzählen hat – man muss nur stehen bleiben und fragen. Genau das ist die Arbeitsweise dieses Blogs: Ich schreibe über Orte, an denen ich selbst war, esse, was ich empfehle, und laufe die Wege ab, die ich beschreibe. Herkunft prägt dabei den Blick: Wer hier aufgewachsen ist, sieht in jedem sanierten Hinterhof noch die Version von davor.
Am liebsten bewege ich mich dort, wo sich die Stadt gerade verwandelt – in den Kiezen. Deshalb wächst auf diesem Blog neben den Artikeln eine Reihe von Bezirksporträts, und deshalb pflege ich das Veranstaltungsarchiv: Kiezkultur verdient ein Gedächtnis, auch wenn die Plakate längst abgehängt sind.
Dieser Blog lebt außerdem von seinen Lesern. Berlin-Geschichten und Empfehlungen erreichen mich über die Kontaktseite – die besten Hinweise der letzten Jahre kamen genau so zustande, inklusive einiger Geheimtipps.
Was Berlin für mich ausmacht
Wenn ich die Stadt in einem Satz erklären müsste: Berlin ist der einzige Ort, an dem man in zwanzig Minuten Fußweg durch drei Jahrzehnte und vier Milieus läuft und am Ende trotzdem jemanden trifft, der einem den Weg erklärt, ohne gefragt worden zu sein. Mich interessieren die Übergänge – wo der sanierte Altbau auf die Platte trifft, wo der Wochenmarkt neben dem Neubaublock beharrt, wo eine alte Kaufhalle plötzlich Konzerte trägt. Genau an diesen Nahtstellen entstehen die meisten Artikel dieses Blogs, und wer sie selbst ablaufen will, findet in jedem Beitrag die passende Route gleich mit.
Wie ein Artikel hier entsteht
Am Anfang steht fast immer ein Fußweg: eine Ecke, die sich verändert hat, ein Aushang, ein Hinweis aus der Leserschaft. Dann folgen zwei bis drei Besuche zu unterschiedlichen Tageszeiten – ein Markt um acht Uhr morgens ist ein anderer Ort als derselbe Markt um eins. Geschrieben wird zu Hause in Neukölln, gegengelesen am nächsten Tag, und wenn eine Zahl im Text steht, hat sie eine nachprüfbare Quelle oder sie fliegt raus. Aktualisierungen bekommen ein sichtbares Datum. Das klingt unspektakulär, und genau so soll es sein: Verlässlichkeit ist die einzige Währung, die ein Stadtblog hat.
Ein paar Berlin Fun Facts
- Stadt der Brücken: Berlin hat mehr Brücken als Venedig – je nach Zählung weit über 1.700 überspannen Spree, Havel und Kanäle.
- Grünes Paradies: Rund ein Drittel der Stadtfläche besteht aus Wäldern, Parks, Gewässern und Feldern – vom Grunewald bis zum Tempelhofer Feld.
- Neun mal Paris? Nein, aber groß: Mit knapp 892 Quadratkilometern ist Berlin fast neunmal so groß wie das Pariser Stadtgebiet.
- Längste Freiluftgalerie: Die East Side Gallery ist mit gut 1,3 Kilometern bemalter Mauer die längste dauerhafte Open-Air-Galerie der Welt.